Der SciO – Test: Dieses IoT Gadget zeigt euch, woraus die Welt besteht (und wird Sie vielleicht verändern)

veröffentlicht am 21. Juli 2017 in Allgemein von

Das Startup SciO hat ein handliches Gadget entwickelt, mit dem sich messen lässt, woraus Dinge bestehen. Dies ist eine erstaunliche Erfindung und fand eine große Zustimmung bei Kickstarter. Wir glauben, dass SciO das Potential hat, um zukünftig in den Alltag vieler Menschen einzudringen und uns einen Zugang zu Informationen zu geben, welcher so zuvor kaum möglich gewesen wäre.

Taking SCiO to breakfast

Ist in der Ritter Sport Voll-Nuss wirklich vor allem Nuss, oder gibt es noch andere Zutaten? Ist die blaue Pille, die ich in meinem Schrank gefunden habe, ein weltbekanntes Potenzmittel, oder ist es doch nur ein Minzbonbon? Diese und andere Fragen lassen sich mit dem SciO – Scanner einfach beantworten.  

Das kleine Gerät, welches ein wenig wie eine Fernbedienung für das Garagentor aussieht, beantwortet Ihnen, woraus ein Kaugummi oder das alte Stück Käse in Ihrem Kühlschrank besteht, mit einer erstaunlichen Genauigkeit.

Ähnlich wie bei einem Laserpointer, zielen Sie mit dem SciO einfach auf das Objekt welches Sie scannen möchten. Die Ergebnisse Ihres Scans werden Ihnen direkt mit der Smartphone-App von SciO angezeigt. Die SciO App erkennt das Objekt und zeigt Ihnen die Zusammensetzung an. Bei Lebensmitteln erfahren Sie beispielsweise die Kalorienzahl, den Anteil an Zucker, oder den Fett-Gehalt. Das ist eine sehr gute Nachricht für alle ernährungsbewusste Menschen, welche damit genau und zuverlässig prüfen können was wirklich in Ihren Lebensmitteln steckt.

Aber das Gerät kann noch mehr. Damit lassen Sich die Inhaltsstoffe von Medikamenten, von Werkstoffen und von Kosmetikprodukten bestimmen. Allergiker können damit prüfen, ob das Shampoo wirklich keiner der unleidlichen Stoffe enthält, welche den lästigen Ausschlag verursachen.

Was in einigen Ohren nach Science-Fiction klingt (manch einer mag sich an den Tricorder von Star Trek erinnern) ist nun wirklich möglich.

Messung durch Lichtreflektion

Das Prinzip dahinter ist jedoch keine Neuheit. Die Nahinfrarotspektroskopie fand bereits in den 70er Jahren Ihre Anwendung. Bahnbrechend ist die Verwendung der Technologie in einem Geräut, kaum größer als ein USB-Stick.

Das SciO analyisiert die chemische Zusammensetzung von allen möglichen Gegenständen und Flüssigkeiten. Es absorbiert das Licht, das von einem Objekt reflektiert wird und teilt das Licht anhand eines Prima in unterschiedliche Farbspektren. Die Kombination von Farbspektren wird dann in der Cloud analysiert und das Ergebnis ermittelt.

SCiO optical head

Am spannendsten ist das beinahe endlose Potential

Es ist schon erstaunlich was SciO bereits alles kann, am aufregendsten finden wir jedoch, was SciO noch nicht kann, aber was in Zukunft irgendwann möglich sein wird. Die App ist noch nicht über die Beta-Phase hinaus, aber die Entwickler um SciO erweitern das Produkt permanent um weitere Funktionalitäten.

SciO ermöglicht es ebenfalls Drittanbietern Ihre eigenen Apps zu entwickeln, welche die Informationen von SciO nutzen können. Wir dürfen gespannt sein, was so alles an Apps dafür entwickelt werden wird.

In Zukunft wird man damit mit ziemlicher Sicherheit prüfen können, wie hoch der Körperfettanteil eines Menschen ist oder welche Giftstoffe die neu gekauften Textilien haben. Es gibt noch unzählige weitere denkbare Möglichkeiten, wo SciO im Alltag, in der Industrie oder auch in der Medizin, in Zukunft einzelnen Menschen oder auch der Gesellschaft helfen könnte.

Sie können damit Fälschungen erkennen, wie z.B. bei Lebensmitteln, Medikamenten, Textilien und anderen Materialien. Ist die Creme nun wirklich 100% Aloe Vera oder ist es doch mehr Marketingschummelei? Ausserdem könnten Sie damit Metalle und Legierungen erkennen, um herauszufinden, ob das Rostschutzmittel im Regal auch wirklich das passende ist oder die Zusammensetzung von Glas ermitteln, um sicher zu stellen, dass es für den Glascontainer geeignet ist und nicht in der Restmülltonne landen sollte.

Ob das Brot bereits schimmelt oder die Orange in der Obstschale schon reif ist, bei solchen Fragen müsste man sich nicht weiter nur auf sein Bauchgefühl verlassen.
Menschen die an Diabetes erkrankt sind könnten mit SciO den Zuckergehalt Ihrer Lebensmittel messen.

Auch im Bereich der Medizin und Gesundheit gibt es in der Theorie spannende Anwendungsmöglichkeiten, die einen wirklichen Mehrwert für einzelne Menschen bedeuten könnte. Verknüpft mit einer Sprachausgabe könnten blinde Menschen sich in der Welt besser zurecht finden. Bei gesunden Diäten gibt es die schnelle und einfache Möglichkeit, den Fortschritt durch die Veränderung des Körperfettgehalt zu messen, was einer der aufschlussreichsten Kennzahlen ist, wenn es um eine echte Verbesserung der eigenen Konsitution geht und nicht nur um reinen Gewichtsverlust.

SciO erregt Interesse und entwickelt sich zur Marktreife

Bei Tests an Messen und Roadshows hat das bereits sehr gut funktioniert. Die App erkennt Lebensmitteln wie Käse oder Schokolade und liefert zusätzlich deren Zusammensetzung, wie den Kakaoanteil der Lieblingsschokolade. Eine fantastische Sache.

Die Kickstarter-Kampagne beweist, dass nicht nur wir die Idee gut finden, sondern auch viele andere.
Mit dem Wunsch 200.000 Dollar für die Weiterentwicklung zu gewinnen ist die Kickstarter Kampagne gestartet. Am Ende sind mehr als 2,8 Millionen Dollar, durch die Kampagne, an das junge Start Up geflossen.

Inzwischen ist SciO über die Webseite des Herstells für 250 Dollar zu erwerben.


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